"Ich fand mein perfektes Match": Eindrücke eines DAAD-Alumnus
In diesem Artikel berichtet ein erfolgreicher DAAD-Alumnus, wie sein Studium in Deutschland und das CMEPS-Programm in Tübingen akademische Exzellenz mit internationalen Erfahrungen vereinten – darunter besondere Möglichkeiten wie das Leben in Ägypten. Vom Wandern in den malerischen Hügeln Tübingens bis zum Aufbau von Netzwerken, die seine berufliche Laufbahn prägen, zeigt seine Geschichte, wie DAAD Türen zu nachhaltigem Wachstum und globalen Verbindungen öffnet.
Wir laden Sie ein, weiterzulesen und zu entdecken, wie Žilvinas’ Erfahrungen die lebensverändernden Chancen des DAAD und eines Studiums in Deutschland eindrucksvoll veranschaulichen.
Das folgende Interview wurde ursprünglich auf Englisch geführt und für diesen Artikel ins Deutsche übersetzt.
Žilvinas Švedkauskas leitet OSMOS, eine Denkfabrik in Vilnius, die für alle Beteiligten vorteilhafte digitale Verbindungen zwischen den baltischen Staaten und gleichgesinnten Partnerländern weltweit aufbaut, darunter Nigeria, Kenia, Armenien und der Irak.

Žilvinas ist zudem Forscher am Institut für Internationale Beziehungen und Politikwissenschaft der Universität Vilnius. Er verteidigte 2024 seine Doktorarbeit an der Universität Tübingen, wo er außerdem seinen M.A. in „Comparative & Middle East Politics and Society (CMEPS)“ erhielt. Seine Forschungsgebiete umfassen Demokratisierung, Verfassungspolitik und Digitalisierung. Žilvinas hat angesehene Artikel und Policy-Beiträge unter anderem bei Freedom House, der Washington Post und Alternatives veröffentlicht.
Was hat Sie motiviert, in Deutschland zu studieren und sich für ein DAAD-Stipendium zu bewerben?
Ich fand mein perfektes Match. Nachdem ich Einladungsschreiben aus London, Edinburgh und Lund erhalten hatte, entschied ich mich für Tübingen und das CMEPS-Programm, weil ich mich auf die Politik der Region spezialisieren wollte und die Möglichkeit, auch in Ägypten zu leben und zu studieren, als besonders einzigartig empfand. Der DAAD bot eine ideale Einstiegsplattform, inklusive intensiver Deutschkurse, kontinuierlicher finanzieller Unterstützung und einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten aus aller Welt. Kurz gesagt, ich bin immer noch überzeugt, dass ich während meiner M.A.-Jahre das beste „Preis-Leistungs-Verhältnis“ bekommen habe.
Wie haben akademische und außerakademische Aktivitäten Ihre Studienzeit in Deutschland bereichert?
Die hügelige Landschaft rund um Tübingen und die Mischung aus historischem Charme und jugendlicher Energie bildeten den perfekten Rahmen für mein Studium. Ich begann zu wandern, lernte ausreichend Deutsch und erkundete die Region sowie das Land während vieler Wochenendausflüge.
Ich denke, die Tatsache, dass ich für meine Promotion in Tübingen blieb, ist der beste Beweis dafür, dass meine akademischen Erwartungen mehr als erfüllt wurden. Die Universität Tübingen wurde zu einer Brücke, die mich bis heute mit führenden Politikwissenschaftler:innen und Nahost-Expert:innen weltweit verbindet, ganz zu schweigen von den klugen und witzigen Köpfen, die mich am Institut für Politikwissenschaft mentorten und förderten.
Gab es während Ihres Studiums in Deutschland besondere Herausforderungen – und wie sind Sie damit umgegangen?
Es wird niemanden überraschen, dass die Wohnungssuche die größte Herausforderung war. Schließlich landete ich in einem Dorf, 25 Minuten mit dem Zug von Tübingen entfernt. Andererseits bot mir dies Zugang zur wunderschönen Landschaft rund um die Hohenzollernburg und einen authentischen Einblick in die schwäbische Lebensart. Ich spielte sogar Basketball im örtlichen Verein. Eine wirklich gelungene Work-Life-Balance.
Welche Kontakte oder Netzwerke, die Sie in Deutschland geknüpft haben, sind Ihnen heute besonders wichtig?
Meine Zeit in Deutschland verschaffte mir theoretische und empirische Einsichten, die mir nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch im Think-Tank-Bereich, in der Zivilgesellschaft und internationalen Institutionen erfolgreich zu sein. Ebenso ein enger Kreis gleichgesinnter Kommiliton:innen, die ich bis heute als Freunde und Kolleg:innen bezeichne. Diese Netzwerke sind mittlerweile zentral für meine tägliche Arbeit in Litauen, da ich versuche, die gewonnenen Erkenntnisse in meiner Forschung, Lehre und politischen Arbeit anzuwenden, und die neuen Weltregionen näher nach Hause zu bringen.